Charaktergeschichte: Windra

Vorstellung der Helden

Charaktergeschichte: Windra

Beitragvon Ottfried » 04.02.2010 12:40

Windra
(Priesterin der Göttin Ailva)

Geboren wurde die Elfe Windra unter dem Namen Lejaha Windaha Nurmenoro und sie entstammt damit dem Adelsgeschlecht der Nurmenoro, welche schon seit Jahrhunderten über das Fürstentum gleichen Namens im Norden von Hilos regiert.
Das Elfenreich Nurmenoro wird regiert von Windra´s Vater Losotus, welche mit strenger Hand das Land führt und gelegentlich dazu neigt, seine Untertanen als Leibeigene zu betrachten und sich ihnen weit überlegen fühlt.
Diese Strenge und Überheblichkeit des Vaters hat Windra schon in frühester Kindheit gestört. Zu einem Familieneklat kam es dann auch folgerichtig schon in ihrem zarten Alter von 15 Jahren, als der Vater ihr den Umgang mit dem „niederen“ Volk verbot. Dies kam gerade zu der Zeit, als sie dabei war sich in einen Fischerssohn aus der Nachbarschaft zu verlieben.
Als Windra sich daraufhin gegen das Verbot des Vaters auflehnte und es zum offenen Streit kam, reagierte dieser damit, dass er sich von ihr mit dem Worten entsagte: „Ich habe keine Tochter mehr“.

Daraufhin veränderte sich Windra´s Ablehnung gegenüber dem Vater in blanken Hass und dieser Hass schloss auch alle anderen Adeligen mit ein, welche sich ihren Untertanen überlegen fühlen und diese nach gutdünken schikanieren.
Daher entschloss sich Windra noch vor ihrer Verbannung die älteste und wichtigste Relique der Famile zu stehlen, welche immer als Beweis betrachtet wurde, dass die Familie der Nurmenoro die rechtmäßigen Herrscher über das Fürstentum seien. Dabei handelte es sich um eine kleine Goldschatulle (ca. 10 cm x 5 cm x 5 cm) welche magisch verschlossen ist und tief in der Schatzkammer der Familie verborgen lag. Den Inhalt der Schatulle hat aber Windra bis heute noch nicht erfahren, da sie sich nicht traute die Schatulle mit Gewalt zu öffnen und der Magie war und ist sie nicht mächtig.

Noch hatte der Vater den Diebstahl nicht bemerkt, da schickte er Windra wie angekündigt auf eine weit entfernte Klosterschule. Diese Klosterschule war der Windgöttin Ailva gewidmet und wurde geleitet von dem Hohepriester Turegard den Weisen. Turegard war ein Mensch und bereits an die 80 Jahre alt und obwohl Windra zunächst alles an der Klosterschule hassen wollte, so gelang es Turegard nach einer Weile den Zorn der jungen Windra in positivere Bahnen zu lenken und sich näher mit dem Glauben an Ailva zu beschäftigen.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich Windra dann zu der Lieblingsschülerin von Turegard und er unterrichtete sie tief in die Geheimnisse der göttlichen Kraft und wie diese zum Wohle der Göttin genutzt werden können. Während dieser Zeit war es auch, dass sie ihren alten Namen ablegte und fortan nur noch unter dem Namen Windra bekannt wurde. Zum einen änderte sie ihren Namen, um dadurch ihre Verbundenheit zur Göttin Ailva zu zeigen und andererseits um vollständig mit ihrem alten Leben als Adelstochter abzuschließen.

Windra´s Diebstahl der Goldschatulle blieb dabei für nahezu 15 Jahre unentdeckt und Windra lebte ein zufriedenes und lehrreiches Leben innerhalb der Klostermauern. Doch dann geschah es, dass ein Herausforderer des Fürsten die Legitimität des Herrschaftsanspruchs der Familie Nurmenoro anzweifelte und daher wurde der Inhalt der Schatulle als Beweis benötigt. Als Losotus den Verlust des Erbstücks bemerkte, war ihm sogleich klar, dass es nur Windra gewesen sein konnte, welche den Diebstahl begangen haben konnte. In seinem unbändigen Zorn schickte er Söldner auf die Reise um die Tochter und die Schatulle zurückzubringen. Dabei war es ihm gleichgültig, ob sie lebend oder tot zurückkehrte.

Nach langer Reise kamen die Häscher des Vaters schließlich zu Klosterschule und verlangten die Herausgabe der Schatulle und das man ihnen Windra aushändigen sollte.
Turegard der Weise verweigerte ihnen dieses jedoch und so kam es unweigerlich zu einer harten Auseinandersetzung zwischen den Söldnern und dem Priester. Dabei konnte der Priester zwar mit Hilfe seiner göttlichen Kraft alle 8 Söldner vernichten, jedoch wurde er im Kampf von einem tötlichen Armbrustbolzen getroffen und starb anschließend in Windra´s Armen.

Da Windra nun befürchten musste, dass noch weitere Häscher nach ihr suchen würden und zudem ihr geliebter Mentor Turegard gestorben war, entschloss sie sich von nun an auf Wanderschaft zu gehen und dabei zwei Ziele niemals aus den Augen zu verlieren.

Erstens war es das Versprechen, welches sie dem sterbenden Turegard gab, nämlich den Glauben an die Göttin Ailva in die Welt hinauszutragen. Hierfür ist sie ständig in dem Bestreben noch tiefer in die Geheimnisse der göttlichen Kraft zu kommen.

Zweitens war es das Versprechen, welches sie sich selber gab, nämlich an jedem Ort und zu jeder Zeit die Unterdrückung des Volkes durch Adels- und Königsfamilien zu bekämpfen. Zur Durchsetzung dieses Zieles strebt sie die Vervollkommnung ihrer Schwertkampftechnik an.

Ihr Lebensmotto ist daher seit dieser Zeit:

Göttlicher Beistand für alle unterdrückten Völker
Tot durch das Schwert für alle Unterdrücker
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Re: Charaktergeschichte: Windra

Beitragvon Ottfried » 22.09.2016 14:19

@ Gesior:

An unserem letzten Abend äußerte sich Gesior, dass ich Windra vielleicht nicht ganz Rollengerecht gespielt hätte und daher vielleicht noch ein paar ergänzende Anmerkungen:

Windra´s Temperament ist am besten mit dem Begriff "aufbrausend" beschrieben. Für die Armen und Unterdrückten wird Sie sich immer einsetzen, aber wenn Sie in eine Situation gerät, welche für Sie nervig oder unangenehm ist, dass kann Sie recht schnell relativ jähzornig werden.
Noch schlimmer wird es, falls es jemand wagen sollte Ihr Befehle oder Anweisungen an den Kopf zu werfen, da Sie Autoritäten generell nicht anerkennt (abgesehen von der Göttin Ailva) und in solchen Situationen wird Sie bei guter Laune sarkastisch aber bei schlechter Laune auch mal jähzornig und gefährlich
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Re: Charaktergeschichte: Windra

Beitragvon Gesior » 22.09.2016 22:37

Meine Anmerkung bezog sich eh auf das zerstörerische und skrupellose Gehalten, das mich bei Windra sehr erstaunte und das ich besser zu Nexus passend fand.
Seien Sonne, Wasser und Wind sanft um Euch und die Götter Euch wohlgesonnen!

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Re: Charaktergeschichte: Windra

Beitragvon Ottfried » 23.09.2016 10:14

Ja, den Charakter des Puppenspielers kriegt man nie ganz raus auch wenn man verschiedene Puppen in der Hand hat :mrgreen:
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