Bea Rauenhal: Karfreitagsmord

Vor und zurück durch die Zeit

Bea Rauenhal: Karfreitagsmord

Beitragvon Tirah » 21.01.2014 17:00

Bea Rauenhal: Karfreitagsmord



Klappentext:
Tatort Vergangenheit?
Nicht schon wieder!

Als Hauptkommissarin Jo Weber und Hauptkommissar Lutz Jäger zu einem Leichenfundort gerufen werden, taucht dort das Skelett einer vor etwa hundert Jahren ermordeten Frau auf. Plötzlich schlägt ein Blitz ein, und auf einmal ist Jo wieder ihre eigene Vorfahrin und lebt mit ihrer Großmutter und ihrem Onkel in einer großbürgerlichen Villa im Kaiserreich.
Korsett und Klavierstunden machen ihr Mühe, und sie fragt sich, ob Lutz auch wieder auf Zeitreise ist. Das ist er tatsächlich: Kurze Zeit später erwacht sie aus einer Ohnmacht in seinen Armen - er ist bei der preußischen Kriminalpolizei.
Die beiden müssen den Mord an der jungen Frau aufklären, schon bald taucht eine zweite weibliche Leiche auf, und es komm tihnen der Verdacht, daß es sich um einen seit Jahren mordenden Serientäter handelt. Was allerdings ebenfalls schnell auf der Hand zu liegen scheint: Der Mörder hat res auch auf Jo abgesehen... Die beiden haben also größte Eile, den Fall aufzuklären - auch damit sie bald möglichst wieder zurück im sicheren einundzwanzigsten Jahrhundert sind!


Allgemeines:
Es handelt sich um den zweiten Band der Krimis um Jo Weber und Lutz Jäger.


Beurteilung:
Ich hatte den ersten Band um die beiden zeitreisenden Kommissare gelesen und meine Meinung war durchwachsen: zwar war es kein schlechter Krimi, aber eben zu wenig Zeitreise, das Potential war einfach nicht ausgeschöpft. Nun liegt mir das 19.Jahrhundert deutlich mehr als das Mittelalter und so war ich gespannt, wie mir dieser zweite Band gefallen würde - denn ins Herz geschlossen hatte ich Jo Weber und Lutz Jäger ja doch. "Was sich neckt, das liebt sich" - würde hier aus den beiden doch noch ein Paar werden? Und würde die Zeitreise an sich endlich eine größere Rolle spielen?
Zur ersten Frage: ein deutliches Jein. Und ganz ehrlich: das nervt. Ich mag die beiden Charaktere, vor allem Lutz Jäger, aber die beiden veranstalten ein Hickhack wie zwei Teenager - mit Ende 30 sollte man eigentlich wissen, was man will. Klar ist, daß beide ineinander verliebt sind, sich aber nicht trauen, es dem anderen gegenüber zuzugeben, denn der könnte ja denken... und vielleicht meint sie dann.... Viel zu langgezogen also.
Die Zeitreise an sich wird ebenso schnell abgehandelt wie im ersten Teil und ist an sich bedeutungslos.
Bleibt die Krimihandlung im 19.Jahrhundert und die läßt sich mit "solide, aber langweilig" beschreiben. Es handelt sich um die Aufklärung eines Mordes, der in jeder anderen Zeit auch hätte stattfinden können, die Zeitreise ist nur Staffage und dient als Aufhänger. Der Mord an sich ist weder spannend noch wird die Aufklärung spannend gestaltet, da hilft auch der Kunstgriff nicht, die Kommissarin zum Opfer werden zu lassen.
Ich habe schon deutlich spannendere Krimis gelesen, die hier scheinbar gewollte Mischung aus Krimi, Zeitreise und Gesellschaftskritik funktioniert nicht und die erhoffte Steigerung gegenüber dem ersten Band blieb leider aus.


Meine Wertung:
:buchwurm_neutral:


Kategorie: Krimi / Zeitreise
Taschenbuch
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359eiten
ISBN 3548611834 zw. 9783548611839
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My recurring fantasy about libraries is that at night, after everyone goes home, the books come to life and mingle in a fabulous cocktail party. (Neal Wyatt)
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